Aktives Fokussieren mit Fernbrille – Das macht dich weniger kurzsichtig

Plötzlich sind da keine riesigen Glasbrocken mehr vor den Augen. Da ist Luft nach oben. Zack, scharf. Aktives Fokussieren mit deiner Fernbrille macht dich weniger kurzsichtig.

Nichts für Anfänger! Du hast entspannte Augen und deine erste schwächere Fernbrille? Du weißt, was aktives Fokussieren ist und hast es mindestens ein paar mal hinbekommen? Super, dann ist das hier genau das Richtige.

Luft nach oben

Mit deiner ersten schwächeren Fernbrille passiert etwas Tolles. Deine Augen haben zum ersten Mal die Gelegenheit, besser zu werden. Plötzlich sind da keine riesigen Glasbrocken mehr vor deinen Augen. Das Bild wird nicht mehr völlig mühelos scharf.

Aktives Fokussieren mit Fernbrille

Deine Augen haben eine kleine Herausforderung. Da ist jetzt Luft nach oben. Nur wenn du aktiv fokussierst, wird das Bild scharf. Nach jahrelangem passiven Sehen, benutzt du deine Augen endlich wieder.

Was tun?

Wann immer du deine Fernbrille aufhast, fokussiere aktiv. Draußen bei gutem Licht ist ideal. Vielleicht machst du einen Spaziergang oder bist gerade unterwegs von A nach B. Ein Nummernschild, ein Werbeplakat, egal was. Am besten funktionieren Schrift oder Objekte mit hohem Kontrast.

Du schaust in die Ferne und alles ist ein wenig unscharf. Deine Brille gibt dir die Chance, über dich hinauszuwachsen. Konzentriere dich auf die Schrift. Du weißt, dass du sie schärfer bekommen kannst. Du hast es schon einige Male hinbekommen, dann schaffst du es jetzt auch.

Aktives Fokussieren mit Fernbrille

Schau hin, blinzle… sieh zu, wie die Schrift schärfer wird. Deine Augen können viel mehr, als du glaubst. Probiere es einfach immer und immer wieder

Aktives Fokussieren und Mehrfachbilder

Genieße jeden Zugewinn an Schärfe. Auch wenn es nur ein winziges Stückchen ist. Das ist eine unglaubliche Leistung! Hättest du vor ein paar Monaten geglaubt, dass da überhaupt etwas geht?

Das Bild wird vermutlich nicht direkt perfekt scharf werden. Wahrscheinlich siehst du eher erstmal Mehrfachbilder. Keine Sorge, das ist völlig normal und auch gut so. Mit der Zeit wird das immer besser.

Fange klein an

Beginne draußen bei gutem Licht. Suche dir auf deinem Weg Objekte, die näher an dir dran und nicht zu stark verschwommen sind. Vielleicht ein Straßenschild in ein paar Metern Entfernung. Fokussiere aktiv und stelle es so scharf es geht.

Dazu musst du nicht stehen bleiben oder ein Übung daraus machen. Gehe einfach deinen normalen Weg. Du siehst ein Schild, aktives Fokussieren, zack, scharf. Jetzt ist es noch schwierig, irgendwann ist es für dich das Einfachste auf der Welt.

Aktives Fokussieren mit Fernbrille

Das ist eine neue Fähigkeit, die du lernen und einüben musst. Deine Augen werden besser. Sie wachsen an der Herausforderung. Versuche es irgendwann auch in Innenräumen. Fokussiere aktiv, wann immer du dran denkst.

Aber übertreibe es auch nicht. Wenn du merkst, dass sich deine Augen angestrengt anfühlen und verspannen, lasse es ruhig gut sein. Kein Grund zum Übertreiben. Das Wichtigste bleibt, dass deine Augen entspannt sind.

Geduldig sein

Keine Sorge, wenn das aktive Fokussieren am Anfang nur sehr selten klappt. Vergiss nicht, wie viele Jahre du deine Augen nur passive benutzt hast. Es dauert, bis es wirklich gut klappt. Wenn du vor 20 Jahren das letzte mal Gitarre gespielt hast, dauert es auch eine Weile, bis du wieder richtig gut darin bist.

Mit der Zeit gelingt es dir immer häufiger. Am Anfang ist spätestens nach dem nächsten Blinzeln wieder alles beim Alten. Das ist völlig normal. Freue dich darüber, dass du es noch einmal hinbekommen hast. Jubel dir ruhig mal innerlich zu dafür. Das ist eine super Leistung 😉

Du wirst immer besser

Bald verschwindet das klare Bild auch nicht mehr beim nächsten Blinzeln. Deine Reichweite steigt, du bekommst auch noch unschärfere Dinge wieder scharf. Du schaffst es dann auch bei weniger gutem Licht und in Innenräumen. Die Mehrfachbilder lösen sich besser und schneller auf.

Das alles geht nicht von Heute auf Morgen. Es dauert Monate. Konzentriere dich auf jeden einzelnen Erfolg. Egal, wie klein er auch scheinen mag. Sei ein wenig geduldig mit dir und deinen Augen.

Aktives Fokussieren mit Fernbrille

Auch wenn es vielleicht zu Beginn etwas frustrierend sein kann, bleib dran. Das ist der ganze Trick. Geduld. Nach und nach wirst du immer besser. Stück für Stück wirst du weniger kurzsichtig.

Wie gut klappt es bei dir? Was ist deine größte Herausforderung? Teile gerne deine Tipps, Tricks und Erfahrungen unten in den Kommentaren.

Quellen / weitere Informationen

32 Kommentare

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  1. Hi Boris,

    danke für den neuen Beitrag! Danke, dass du das machst!

    Als ich es gerade gelesen habe, ist mir die Veränderung aufgefallen, die bei mir schon aufgetreten ist, seit ich Anfang November mit dem Umkehren meiner Kurzsichtigkeit angefangen hab:

    In den ersten Wochen und Monaten musste ich noch sehr stark blinzeln, und ich hab teilweise gemerkt, wie meine Augen zitterten und sich entspannt haben. Vor allem war aber immer wieder alles verschwommen, nachdem ich blinzelte, und mein Fokus war nach dem Blinzeln weg – vielleicht auch, weil ich so stark blinzeln musste.

    Jetzt ist das Fokussieren schon normaler für mich, und ich sehe manchmal nachher auch noch scharf. Ich kann leichter und sanfter blinzeln, wodurch ich nicht davon abgelenkt werden, was ich sehe. Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass meine Augen nicht mehr so angestrengt sind und sie geübter darin sind, das zu tun, was sie sollen und können – fokussieren.

    Ich bemerke öfter, wie ich viele kleine Blicksprünge mache, also ständiges wiederholtes Fokussieren. Ich glaube, so sieht ein Normalsichtiger bzw. so benutzt er seine Augen. 🙂

    Es lebe die Schöpfung!

    Tobias

    • Hey Tobias,

      Danke für dein Danke 🙂 Schön, dass ich nicht der Einzige bin, der etwas von meinen Beiträgen hat!

      Ja super gut! Die ganzen vielen kleinen Zahnrädchen fangen an, alle ineinander zu greifen. Freut mich, dass das alles hinhaut. Und schön, dass du deine Erfahrungen teilst. Mit der Zeit läuft alles immer mehr und besser einfach ganz von alleine ab.

      Cool, weiter so 🙂
      Viele Grüße
      Boris

  2. Hallo Boris, ich finde deine Seiten großartig, einfach toll! Super recherchiert, gut erklärt und unglaublich motivierend. Wenn ich auf Facebook wäre würde ich dir mind. 1000 likes geben. Suche schon länger in Büchern und im Internet nach einem Weg selbst etwas gegen meine Kurzsichtigkeit (-5,0/-4,75) zu tun. Habe am 28.1.17 mit der 3-Punkte-Übung (Eorama) begonnen – damals kannte ich deine Seiten noch nicht – und innerhalb eines Monats sehe ich jetzt mit der um 0,5 dioptr. schwächeren neuen Brille perfekt scharf. Das motiviert mich jetzt natürlich sehr, auch wenn ich weiß, das es am Anfang immer relativ leicht geht. Mein Vorteil ist definitiv, dass ich Hundebesitzerin bin und deshalb viel draußen. Habe mir jetzt nochmals um 0,5 dioptr. schwächere Brille gekauft (Visus 0,7), entspanne meine Ziliarmuskeln und übe das aktive Fokussieren drinnen und draußen, mit und ohne Brille, indem ich Augen kurz schließe und öffne ohne zu Blinzeln (wie schon bei 3-Punkte-Übung). Das klappt sehr gut. Jetzt behauptet mein Kollege, dass hätte nichts mit besserer Sicht zu tun, sondern mit dem nach dem Augenöffnen bestehenden geschlossenen Tränenfilm, der nach dem Blinzeln wieder aufreissen würde. Was meinst du dazu? Danke für eine Antwort. Liebe Grüße Gabi PS: Bin gerade dabei mit Plusbrillen über der Fernbrille die Stärke für meine erste Nahbrille zu bestimmen 🙂

    • Hey Gabi,

      wow! Toll, dass du schon so gute Verbesserungen hast. Das klingt alles schon sehr sehr gut. Und freut mich natürlich riesig, dass dir meine Beiträge gefallen. Danke für dein Feedback und natürlich an deinen Hund, dass er dich regelmäßig nach Draußen lockt 🙂

      Konkrete Infos zum Tränenfilm kann ich nicht wirklich geben. Meiner Erfahrung nach machen gut befeuchtete Augen das Bild eher schärfer. Ein “aufgerissener Tränenfilm” sollte das Bild also eher verschwimmen lassen.

      Der Grund, weshalb die 3-Punkte-Übung funktioniert, ist, dass das Auge gezwungen wird, beim Öffnen der Augen neu zu fokussieren. Dadurch, dass man dann etwas länger nicht blinzelt und auch länger auf ein bestimmtes Objekt schaut, hat das Auge länger Zeit “zuende” scharf zu stellen. Das wäre zumindest meine Erklärung.

      Viele Grüße
      Boris

      PS: Viel Erfolg für deine Nahbrille 😉

      • Ah, super Erklärung. Danke dafür!!
        Möchte noch erwähnen, dass die Seiten des Brillenpanda ziemlich schwer zu finden sind. Wie gesagt recherchierte ich schon länger zum Thema Selbsthilfe gegen Kurzsichtigkeit im Internet und habe alle möglichen Suchbegriffe dazu gegoogelt. Man stößt da auf allerlei verschiedene Homepages zu Sehtrainern, Augenübungen, Videoanleitungen, Esoterik und Foren etc. Auf deine Seiten bin ich nur durch Zufall gekommen, weil ich in einem Augenforum nach etwas gesucht hatte und da standen einige Beiträge von dir.
        Nochmals danke und liebe Grüße

      • Ah, danke Gabi! Das ist eine ziemlich hilfreiche Rückmeldung. Tatsächlich versuche ich auch “einfach zu finden” zu sein. Gestaltet sich bisher aber als nicht allzu einfach. Ich arbeite dran 🙂

  3. Hallöchen

    Hatte an anderer Stelle schon gesagt, dass ich zum aktiven Fokussieren etwas schreiben möchte. Ich bin auch über eorama auf das Fokussieren gekommen. Hatte es ausprobiert und AUA, Schei*e, tut das weh. Ich musste nach nicht einmal eine Sekunde die Augen wieder schließen, so schmerzten sie. Als ob da wirklich etwas im Auge, das seit Jahrzehnten nicht mehr benutzt wurde, wieder in Bewegung gekommen ist. Habe meine Brille jetzt über 20Jahre. Mit der Zeit und regelmäßigen aktiven Fokussieren ist es immer besser geworden und jetzt fast ganz weg. Kennt das noch jemand, dass die Augen da schmerzen (beim Fokussieren), wo diese Ziliarmuskeln sitzen?

    • Hi Peter,

      ich kenne das, was du beschrieben hast.
      Am Anfang haben meine Augen auch gebrannt oder geschmerzt (schwer zu beschreiben), als ich mit dem Fokussieren (wieder) angefangen hab. Die Augen haben dann auch oft leicht getränt, und ich musste viel blinzeln.

      Ich hatte meinen Ziliarmuskel davor auch 20 Jahre lang quasi nicht wirklich benutzt. Daher war er anfangs sehr schnell erschöpft.

      Ist aber, glaube ich, wenn man nach langer Zeit wieder mit dem Joggen anfängt. Da brennt die Lunge sofort! 🙂

      Tobias

    • Hey Peter,

      das kenne ich tatsächlich auch so ähnlich aus der Anfangszeit. Habe ich auch immer noch hin und wieder in abgeschwächter Form.

      Ich persönlich sehe das immer als Hinweis, dass es heute vielleicht doch zu viel des Guten war und die Augen etwas Entspannung brauchen.

      Viele Grüße
      Boris

  4. Mal etwas Neues von mir. Freitag sind eine Kollege und ich vor unserem Büro gestanden. Ich hatte da keine Brille auf. Mein Kollege fragte mich dann: Sag mal, hast du schlecht geschlafen oder warum reißt du deine Augen immer wieder so komisch auf? Wow, hatte ich gar nicht gemerkt, aber ich hatte da UNBEWUSST aktiv fokussiert. Sah vielleicht etwas albern aus, aber egal. Wie Boris sagt, immer wieder probieren und sich nicht entmutigen lassen.

    Danke an den Experten 😉

    Gruß
    Peter

    • Weltklasse Peter!

      Irgendwann läuft das ganz automatisch. Alles nur eine Frage der Zeit. Und natürlich wird auch das “Augen-Aufreißen” immer subtiler und zurückhaltender. Dann funktioniert das aktive Fokussieren praktisch auch mit einem “ganz normalen Blinzeln”.

      Cool 🙂

      Viele Grüße
      Boris

  5. Hallo Boris, hier meine Erfahrungen zum aktiven Fokussieren mit der schwächeren Fernbrille. Es funktioniert ganz super, mache es immer und überall wenn ich draußen bin. Ich achte darauf, dass die Übungsobjekte nur so leicht unscharf sind, dass die Augen es schaffen, sie scharf zu stellen und somit ein Erfolgserebnis haben. Dafür werden sie dann auch noch von mir gelobt 🙂 Es kommt immer mehr “Leben” in mein Sehen, und auch das Selbstbewusstsein steigt. Ein tolles Gefühl!!!
    Meine Frage dazu: sollte ich versuchen, dass scharf gestellte Bild möglichst lange aufrecht zu erhalten, also das nächste Blinzeln weiter hinauszuzögern?
    Hier noch mein derzeitiger Lieblingssatz von dir: Zitat “Das Auge braucht die Erfahrung, dass es etwas, das erst unscharf war, scharf bekommen hat. Immer und immer wieder. Das lässt den Augapfel kürzer wachsen.”
    Ich danke dir ganz herzlich für deine tolle Arbeit!!
    Liebe Grüße Gabi

    • Hey Gabi,

      super super gut! Genau so soll es sein. Kleine Herausforderung, Erfolgserlebnis und dann auch noch Lob. Ein durchweg positives Erlebnis. Toll 🙂 Freut mich echt!

      Das was du beschreibst, hört sich schon sehr sehr gut an. Wenn du magst, kannst du noch zwei Sachen ausprobieren:

      Zum einen das “Länger-Halten” vom scharfen Bild, also praktisch das, was du beschreibst. Aber wirklich nur minimal, vielleicht 1–2 Sekunden länger warten bis zum Blinzeln. Alles soll schön entspannt für die Augen bleiben. Und auch mit der Gesamtdauer würde ich es eher behutsam angehen lassen. Definitiv nicht länger als ein paar Minuten, vielleicht 5–10 während du draußen bist.

      Zum anderen kannst du auch versuchen, “behutsamer zu blinzeln”: Das Ziel ist hier, dass das Bild auch nach dem Blinzeln noch scharf ist. D.h. wenn normalerweise nach dem Blinzeln das Bild wieder an schärfe verliert, versuchst du nun herauszufinden, wie du blinzeln kannst, damit das Bild auch danach genauso scharf ist, wie vorher. Aber auch hier: Hauptsache die Augen bleiben dabei entspannt. Kein Grund zum Übertreiben.

      Aber beides ist definitiv nur optional. Quasi die Kirsche auf dem Sahnehäubchen, falls du wirklich noch ein wenig mehr herumprobieren möchtest.

      Viele Grüße
      Boris

  6. Hey Boris,
    mache zur Zeit beim aktiven Fokussieren öfters die Erfahrung, dass nach dem Öffnen der Augen das Objekt kurze Zeit (etwa 1 Sek.) scharf ist und dann gleich wieder unscharf wird, ohne dass ich geblinzelt hätte. Das war bisher nicht der Fall, da blieb es bis zum nächsten Blinzeln scharf. Kannst du mir vielleicht erklären, warum das so ist? Verspannter Ziliarsmuskel? Auch stelle ich fest, dass ich beim aktiven Fokussieren nicht jedesmal ein scharfes Bild bekommen, was bisher eigentlich immer so war.
    Eine weitere Frage: An manchen Tagen sehe ich mit der schwächeren Fernbrille sehr gut und meine einen guten Fortschritt erreicht zu haben. Am nächsten Tag ist die Sicht dann wieder deutlich schlechter (vor allem morgens), so dass ich das Gefühl haben, nicht vorwärts zu kommen. Sind solche Schwankungen “normal”?
    Danke im voraus für deine Antwort.
    Liebe Grüße
    Gabi

    • Hey Gabi,

      super, wie achtsam du für die Veränderungen bist! Tatsächlich kenne ich das, was du beschreibst, auch ganz gut von mir selbst.

      Zunächst sind Schwankungen (auch größere) ziemlich normal und können mit allem Möglichen zusammenhängen: Qualität des Schlafes, Stress, Ernährung, Müdigkeit, Kreislauf, Wetter, Pollenflug, etc. etc.

      Das Ganze läuft (leider) nicht linear, sondern eher nach dem Motto: Zwei Schritte vor, einen zurück, zwei Wochen gar nichts, vier vor, drei zurück. Wichtig ist, ruhig zu bleiben und dem Körper die Zeit zu geben, die er braucht, um sich wirklich gut an die neue Brille zu gewöhnen.

      Falls es dich beunruhigt, macht es sicher auch Sinn, objektiv zu messen (z.B. mit Snellen Messungen mit der Fernbrille), ob sich wirklich etwas verschlechtert oder ob es vielleicht einfach nur nicht bergauf geht. Vielleicht einfach alle paar Tage mal nachprüfen, welche Zeile du erkennen kannst und dir das aufschreiben.

      Zu deiner eigentlich Frage fallen mir zwei mögliche Erklärungen ein.

      1.) Vielleicht sind deine Augen nicht entspannt. Das könnte z.B. daher kommen, dass du nicht genügend Pausen bei der Naharbeit einlegst bzw. generell zu viel Naharbeit machst.

      Oder aber auch z.B. ganz banal daran, dass du bei der Naharbeit näher an deinen Bildschirm rückst und es gar nicht bemerkst. D.h. dass deine Augen dann gar nicht aktiv sind, sondern passiv bleiben und du stattdessen näher rückst. Entsprechend schaffen sie es dann auch in der Ferne nicht mehr so gut, aktiv zu fokussieren und fallen eher in das passive Sehen zurück.

      2.) Vielleicht meinst du es aber auch einfach zu gut mit dem aktiven Fokussieren und überanstrengst deine Augen dadurch. Du könntest z.B. einfach mal einen Tag lang (oder zumindest einen Spaziergang lang) nicht bewusst aktiv fokussieren und schauen, was deine Augen so von alleine machen. Ich kenne es auch von mir selbst, dass es häufig viel besser läuft, wenn ich es weniger stark probiere bzw. auch einfach mal für eine Weile vergesse.

      So oder so. So lange das alles nur ein paar Wochen so ist, ist das erstmal kein Grund zur Beunruhigung. Schaue einfach, wie sich das entwickelt. Meist erledigt sich das ganz von alleine.

      Hoffe das hilft. Lass gerne etwas von dir hören, wenn du etwas Neues herausgefunden hast.

      Viele Grüße
      Boris

  7. Hallo Boris,
    vielen vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Das hilft mir schon mal sehr viel weiter. Ich denke, dass Problem liegt bei zu viel Naharbeit und damit verbunden das näher rücken an den Computer. Aber ich hab jetzt dann erstmal Urlaub und da wird das sicher besser.
    Eine Frage zur Messung mit der Snellen-Tafel. Du schreibst, wenn man die Hälfte der Buchstaben “erkennen” kann, auch mit vorher Blinzeln etc. dann gilt eine Zeile als lesbar. Ich bin mir immer nicht sicher, wie das zu werten ist. Angenommen eine Zeile ist verschwommen, irgendwie grau. Durch Blinzeln usw. erscheinen dann einige Buchstaben “schemenhaft”, also zwar als “Z” oder “T” erkennbar aber alles andere als scharf. Kann das dann tatsächlich als “lesbar” gewertet werden?
    Vielen Dank für deine Unterstützung und Hilfe.
    Liebe Grüße Gabi

    • Hey Gabi,

      jap. Wenn du den Buchstaben (auf welche Art auch immer) als “Z” erkennen kannst und es dann auch tatsächlich ein “Z” ist, zählt es. Vollkommen egal, wie verschwommen er ist.

      Klar, das scheint schon ein wenig “geschummelt”. Aber beim nächsten Mal darfst du ja genau so schummeln, wie auch jetzt. Die Ergebnisse bleiben somit ja vergleichbar. Der Optiker fragt im Normalfall ja auch nicht, ob du eine Zeile perfekt scharf sehen kannst, sondern möchte auch nur wissen, welchen Buchstaben du überhaupt erkennst.

      Das sind tatsächlich einfach die Nachteile der Snellen Tafel. Deswegen gibt es inzwischen auch haufenweise andere Tafeln und (im übrigen auch viel genaueren) Methoden, die Sehschärfe zu bestimmen (z.B. Dyop).

      Die Snellen Tafel ist halt ziemlich einfach zu besorgen und zu benutzen. Das ist der große Vorteil gegenüber anderen Methoden.

      Viele Grüße
      Boris

  8. Hallo zusammen,

    ich wollte mal in die Runde fragen, wie das bei euch so ist mit aktivem Fokussieren und Sonnenschein?! Mich persönlich blendet es immer sehr stark, weshalb ich mich schwer tue, aktiv zu fokussieren ohne die Augen zusammen zu kneifen – auch wenn ich die Sonne “im Rücken habe”. Geht das nur mir so? Gewöhnt man sich an die Helligkeit (ich hatte 20 Jahre Kontaktlinsen und immer eine Sonnenbrille auf). Macht aktives Fokussieren mit Sonnenbrille Sinn bzw. hat das schon mal jemand ausprobiert?

    Grüße und viel Erfolg weiterhin, Mathias

    • Hallo Mathias,

      mir geht es auch so, dass ich bei Sonnenschein geblendet bin und mir schwer tue aktiv zu fokussieren, da ich hauptsächlich damit beschäftigt bin, meine Augen zusammenzukneifen. Und ich möchte das eigentlich auch gar nicht unterbinden, da die Augen das wohl brauchen. (Mit Sonne im Rücken ist es besser.)

      Ich glaube, dass das eine Gewöhnungssache ist. Als ich kürzlich einen Freund von mir fragte, ob ihn die “plötzlich” Sonne auch so blendet, sagte er, dass er überhaupt keine Probleme mit der Helligkeit hat. (Er ist normalsichtig und hat auch sonst keine Probleme mit seinen Augen.)

      Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass er mehr draußen und es damit eher gewohnt ist. Kurzsichtige verbringen ja gewohnheitsmäßig viel Zeit drinnen.

      Ich persönlich möchte übrigens auch keine Sonnenbrille aufsetzen, da ich meine Augen so nur daran gewöhne, dass sie keine Helligkeit vertragen. Denn, ich denke, die meisten, die sich mit Sehkraft beschäftigen, wissen, wie gut Licht für die Augen ist.

      Tobias

    • Hey Mathias,

      kenne ich in abgeschwächter Form auch von mir. Gegen die Sonne aktiv zu fokussieren ist ziemlich schwierig. Am besten klappt es meiner Erfahrung nach, wenn die Sonne zwar scheint, man aber im Schatten ist. Sonne im Rücken und seitlich klappt aber eigentlich auch ganz gut.

      Ich kann mir vorstellen, dass du so helligkeitsempfindlich bist, weil du “immer eine Sonnenbrille auf hattest”. Auch da gewöhnt sich das Auge dran und ist dann entsprechend viel empfindlicher, wenn du sie dann mal nicht auf hast.

      Aktives Fokussieren funktioniert auch mit Sonnenbrille, dürfte aber eine größere Herausforderung sein, weil sie ja eben auch die Helligkeit herabsetzt und es so dem Auge tendenziell auch schwerer fällt, richtig scharf zu stellen.

      Wenn die Verspannungen im Ziliarmuskel nachlassen, wirst du wahrscheinlich auch weniger lichtempfindlich. Zumindest war es bei mir so. Außerdem kenne ich es auch so (wie Tobias auch schreibt), dass man weniger lichtempfindlich wird, je häufiger und länger man draußen ist.

      Viele Grüße
      Boris

  9. Hallo Boris,

    ich habe mich sehr intensiv mit dem Thema Myopie beschäftigt. Leider werden zu diesem Thema, oft aus finanziellem Interesse, sehr viele Halb- bis Unwahrheiten verbreitetet. Als Physiker weißt du, dass es sehr wichtig ist, Behauptungen wissenschaftlich zu belegen. Es gibt inzwischen schon sehr viele Studien zum Thema Myopie. Folgendes Punkte möchte ich nur kurz erwähnen.

    1.) Es gibt (leider) keinen Beweis, dass eine axiale Myopie umgekeht werden kann. Ein verlängerter Augapfel kann nach aktuellem Wissensstand somit nicht kürzer werden.

    2.) “Erfolgsberichte” über Verbesserungen von 1-2 Dpt. sind gar nicht so selten und beruhen meist auf einer verbesserten zentralen Verarbeitung der Informationen. Das Gehirn lernt also, aus einem unscharfen Bild mehr Informationen herauszuholen. Auch ein gelöster Ziliarspasmus kann in manchen Fällen ursächlich sein.

    3.) Es existiert kein Beweis für “Aktives Fokussieren”. Der Ziliarmuskel kann die Linse vermutlich nicht abflachen.

    4.) Plötzliche Verbesserungen des Sehens (“Flashs”) beruhen meist auf einer kurzzeitig veränderten Lichtbrechung durch den Tränenfilms und halten deshalb bis zum nächsten Blinzeln an.

    5.) Es existiert ebenso kein Beweis, dass die äußeren Augenmuskeln aktiv über eine Längenänderung des Auges das Bild auf der Netzhaut scharf stellen. Trotzdem können Augenübungen evtl. über eine verbesserte Durchblutung hilfreich sein.

    6.) …Es gibt noch viele weitere Punkte. Eine gute wissenschaftliche Übersicht bietet das kostenlose “myopia manual”. Einfach googlen.

    Viele Grüße

    • Hey René,

      danke für deinen Kommentar. Freut mich, dass auch mal ein konstruktiver kritischer Kommentar hier ankommt 🙂

      Zu deinen Punkten:

      1.) Meines Wissens nach gibt es allerdings auch keine Studie, die zeigen würde, dass es nicht geht. D.h. der Grund, dass es keine Studie gibt, die zeigt, dass axiale Myopie umgekehrt werden kann, ist, dass so eine Studie nie durchgeführt wurde. Ist dir vielleicht eine bekannt? Würde mich natürlich interessieren.

      Zumindest im Tierversuch ist eine axiale Myopie praktisch immer umkehrbar. Auf kleiner Zeitskala (30-60 Minuten) konnte ein Kürzerwerden des Auges auch beim Menschen festgestellt werden (Read et. al., Human Optical Axial Length and Defocus). Ich finde, da liegt die Vermutung durchaus nahe, dass bei größeren Zeiten auch beim Menschen die Achslänge auch kürzer werden kann.

      2.) Was du schreibst, ist sicher Teil der Verbesserungen. Allerdings gibt es da ja durchaus auch Erfolgsberichte von mehr als 2 Dioptrien. Wenn man den Berichten glauben möchte, deutet es für mich auch eher darauf hin, dass eine axiale Myopie auch beim Menschen umkehrbar ist.

      3.) Den Punkt verstehe ich nicht ganz. Was meinst du mit “Beweis für aktives Fokussieren”? Habe ich die Funktionsweise des Ziliarmuskels falsch verstanden? Sorgt er nicht dafür, dass die Linse ihre Form verändert?

      4.) Woher hast du diese Info? Das würde mich auch interessieren.

      5.) Das habe ich doch auch nirgendwo behauptet?

      6.) Kenne ich. Habe ich allerdings noch nicht durchgelesen.

      Viele Grüße
      Boris

  10. @René
    absoluter Blödsinn ohne Sinn und Verstand!!!

    zu 1) Brauch ich nicht, der Beweis bin ich, meine -3 Dpt. bin ich bald los und ich als hypersensible Person merke, dass mein Augapfel sich verkürzt … ha ha glaubst Du nicht *wetten*… ich spüre es, ich fühle es intensiv … mein Gefühl reicht mir, brauche da keine Beweise

    zu 2) verbesserte zentrale Verarbeitung *Bullsh….* Entfernte Kanten/Umrisse werder klarer und schärfer, weil sich der Augapfel verkürzt und der Ziliarmuskel nicht mehr verkrampft ist …

    zu 3) Es existiert kein Beweis -> brauche ich och nicht, ich merke die Bewegung direkt im Ziliarmuskel/Augapfel, brauch keinen Beweis! Der Ziliarmuskel kann die Linse VERMUTLICH nicht abflachen – VERMUTUNG ist falsch – ich merke diesen Muskel SEHR INTENSIV JA JA JJJJAAAAA

    zu 4) Plötzliche Verbesserungen des Sehens beruhen auf stärkeren Tränenfilm – klar immer, aber auch wenn meine Augen relativ trocken sind, sehe ich besser und besser 🙂

    zu 5) Keinen Beweis, dass die Augenmuskeln aktiv an der Längenänderung des Auges beteiligt sind. Muss kurz auflachen!!! Auch das merke ich SEHR BEWUßT, gerade die seitlichen Augenmuskeln scheinen da SEHR STARK reinzuspielen!

    Es ist soooooo ärgerlich, dass soviel auf Vermutungen und Beweise pochen …. lest Euch die Info´s auf Brillenpanda und Endmyopia durch und dann, ja DANN MACHT EUCH SELBST DARAN und überprüft die Infos! Übt den aktiven Focus, arbeitet am Unschärfehorizont und denkt an die richtigen Werte für die unterkorrigierte Brille UND DANN, NACH EINIGEN MONATEN bildet Euch selbst ein Urteil! ABER TUT ES WIRKLICH!

    Meine Kurzsichtigkeit ist faßt überstanden und ich bin soooo unendlich dankbar dafür … ich brauche KEINE BEWEISE, ICH WEIß, DAS ES FUNKTIONIERT! Über 20 Jahre habe ich Augentrainingserfahrung und aktiver Focus und Unschärfehorizont mit unterkorrigierte Brille ist der Weg und wer das nicht glaubt, dem ist leider nicht zu helfen – denn meine Erfahrung -> Es ist der Weg zur Umkehr der Kurzsichtigkeit! JA JA JA – es kann einfach nicht anders sein!

    Meine Güte, der Körper ist reine Biologie=> Er ist ein Wunderwerk an Anpassung…. Gips die Beine ein und die Muskeln verkümmern, gucke ständig auf den PC Monitor oder das Handy und die Augen passen sich an und was tun wir den Augen überhaupt an, dass wir mit einer Fernbrille in der Nähe sehen? Es ist ein absolutes Wunder, dass wir da überhaupt was sehen (Das bekommt keine Kamera geregelt) – aber das Auge muss es kompensieren und wird dementsprechend länger, warum sollte der umgekehrte Weg nicht gehen.

    Jeder hier, der an seiner Kurzsichtigkeit arbeiten möchte und sie wirklich aus tiefstem Herzen; so wie ich, loswerden will, laßt euch nicht beirren und vom Weg abbringen – es ist ein langer Weg für den einen oder anderen, aber er lohnt sich auf jeden Fall! Macht Euch selbst ein Bild, überprüft die Info und übt übt den aktiven Focus in der Nähe, in der Ferne und dann besonders in der Ferne 🙂 das bringts wirklich. Wieviel Jahre habe ich nach einer Lösung gesucht, habe meine Augen verflucht und auf mein Leben gesch**** weil ich mit dieser Kurzsichtigkeit gestraft war…. vor einigen Monate dachte ich an LASIK – und jetzt bin ich meine Kurzsichtigkeit bald los und nur wg. aktivem Fokus, Unschärfehorizont, richtige Brille und veränderter Sehgewohnheiten (keine Fernbrille in der Nähe)… und und und

    Jeder der offen für eine Veränderung ist und die Info´s auf Endmyopia genau ließt und verinnerlicht, kommt mehr und mehr zu dem Entschluss, das Hr. Steiner genau weiß, wovon er redet!

    Niemand braucht Beweise, niemand braucht Forschungsergebnisse, was wir brauchen ist der Wille zur Veränderung und die Geduld es immer wieder bis zur Heilung zu tun – Focus, Unschärfe – dann winkt der Erfolg -> KLARES SEHEN!!!! Die Vorarbeit muss jedoch geleistet werden – lesen, üben üben üben … ohne dem geht es nicht, ohne dem ist alles nur Gelaber ohne Tiefgang und Erfahrung!

    In diesem Sinne beende ich meinen Beitrag :-))

  11. Hallo Matthias,

    ich hatte bis vor ein paar Jahren auch immer eine Sonnenbrille auf. Das ist aber in unseren Breiten garnicht nötig. Es hindert dich sogar Vitamin D zu bilden. Am besten fängst du jetzt im Frühjahr damit an die Sonnenbrille weg zu lassen. Mittlerweile brauche ich sie nicht mal mehr beim Autofahren. Die Blendung ist meines Erachtens ja auch so groß weil die Iris etwas aus der Übung ist und sich nicht genug zusammenziehen kann um weniger Licht ins Auge zu lassen. Mit Geduld lässt sich aber auch das umkehren. Im Notfall nimmt man einfach die Hand und projeziert sich etwas Schatten auf die Augen.
    Eine Sonnbrille benutze ich nur noch auf dem Gletscher oder in der Wüste, da ist sie allerdings essentiell!

    liebe Grüße
    Sylvia

  12. Hallo Rene,

    auch ich habe mich schon seit 30 Jahren mit Augenübungen beschäftigt, ich war bis Dezember 2016 stark kurzsichtig mit -9 Dioptrien. Mittlerweile messe ich zeitweise -3 Dioptrien weniger, trage eine Fernbrille mit -7,5 Dioptrien und sehe auch an dunklen Tagen damit super. Das funktioniert mit Augenübungen alleine meiner Erfahrung nach nicht. Das was am meisten hilft ist radikales Reduzieren der Naharbeit. Viele Pausen mit Weitblick weiter als 6m, dabei habe ich mittlerweile das Gefühl ich habe eine gute alte mechanische Autofokuskamera im Auge. Bzzzzzzzzz und schon sehe ich wieder gut in der Weite. Das ist alles. Und viel Geduld, der Umbau des Auges braucht Zeit.

    liebe Grüße
    Sylvia

  13. Hallo,
    Einzelne Erfahrungen sind statistisch gesehen nur wenig wert. Man wird schon alleine aus dem Grund viele positive Rückmeldungen finden, weil Leute mit Erfolgen über die Motivation verfügen, ihre Ergebnisse mitzuteilen. Es braucht also Beweise in Form von Studien. Nocheinmal zu den Punkten:
    1.+2.) So kannst du (zumindestens als Wissenschaftler) nicht argumentieren. Eine Aussage wird ja nicht dadurch wahr, weil bisher noch niemand das Gegenteil bewiesen hat. Aber zurück zum Thema. Hier geht es um eine Meta-Analyse zum Thema Sehtraining: http://www.eyetuebingen.de/fileadmin/user_upload/labs/schaeffel/docs/science/schaeffel_myopie.pdf (Abschnitt: „Hilft Sehtraining“). Im Myopia Manual (http://www.myopia-manual.de/) unter Punkt 3.2.2.9 wird die aktuell uneinige Studienlage zur permanenten Unterkorrektion zusammengefasst.
    3.) Hiermit meinte ich, dass es keinen Beweis für die sog. negative Akkommodation gibt (https://de.wikipedia.org/wiki/Akkommodation_(Auge)#Negative_Akkommodation). So wie ich es verstanden habe, sei sie für das „Aktive Fokussieren“ verantwortlich.
    4.) Das hatte ich hier gelesen: https://en.wikipedia.org/wiki/Bates_method
    5.) Das hatte ich auch nicht auf deinen Blog bezogen. Es wird häufig von Anhängern der „Bates-Methode“ behauptet.
    6.) Es ist auf jeden Fall einen näheren Blick wert.

    Viele Grüße
    René

    • Hey René,

      danke für deine Rückantwort.

      1.) + 2.) Ich habe auch nicht behauptet, dass ein Nicht-Vorhandensein einer Studie gleichzeitig bedeutet, dass das Gegenteil wahr wäre. Ich wollte lediglich sagen, dass ein Nicht-Vorhandensein bedeutet, dass man aus wissenschaftlicher Sicht keine Aussage treffen kann. Das heißt also, dass potentiell beides möglich sein kann.

      Ich stimme dir zu, dass die Wissenschaft sich ziemlich uneinig ist, was genau eine Unterkorrektur beim Menschen auslöst. Die einen sagen, dass es einen negativen Effekt auf die Kurzsichtigkeit haben könnte, andere sagen, dass es einen positiven Effekt haben könnte.

      Soweit ich weiß, berücksichtigt aber keine der Studien z.B. Gewohnheitenänderungen (z.B. aktives Fokussieren) sondern schreibt den Probanden einfach eine um X,XX dpt abgeschwächte Brille vor. Das ist ja ein völlig anderer Ansatz, als das, was z.B. ich vorschlage.

      Ich denke, dass man anhand der Studienlage am Menschen) keine klare Vorhersage für den Menschen treffen. Ob es funktioniert, müsste jeder selbst für sich herausfinden.

      3.) Ich habe um ehrlich zu sein noch nichts davon gehört 😀 Keine Ahnung, was genau beim aktiven fokussieren passiert. Dazu kann ich leider nichts sagen.

      4.) + 5.) Von Bates-Methode und co. halte ich persönlich nicht allzu viel. Kann zwar ganz gut die Augenmuskulatur entspannen, aber ob es bei höherer Kurzsichtigkeit zu mehr Erfolgen führen kann, halte ich für fragwürdig. Zumindest wüsste ich nicht, wie sich das mit den Erkenntnissen, die man heutzutage dann doch hat, erklären lassen sollte.

      Viele Grüße
      Boris

  14. Hey Boris,

    solange es noch keine aussagekräftigen Studien gibt, muss sich wohl jeder selbst ein Bild machen. Da gebe ich dir Recht. Zumindestens ein weiteres Fortschreiten der Myopie lässt sich wahrscheinlich in vielen Fällen verhindern oder verzögern. Der Fokus liegt meiner Meinung nach v.a. auf der Prävention (besonders im Kindesalter). Inwieweit axiale Myopie bei Erwachsenen reversibel ist, wird sich zeigen.
    Ich finde es jedenfalls gut, dass du dich auch kritischen Kommentaren stellst.

    Beste Grüße
    René

  15. Hi,
    Nachdem ich in der letzten Woche bewusst in jeder Situation versucht habe, aktiv in die Ferne zu fokussieren, führte dieses zu einem unangenehmen/schädigenden? Effekt, nämlich dass die Akkomodation gestört ist: ich kann weder lange in die Nähe als auch Ferne schauen und muss mich bei beiden intensiv konzentrieren und anstrengen. Es kommt mir so vor, als ob die Akkomodation in einen “neutralen” Status befindet. Angenehm ist das nicht. War auch bereits beim Augenarzt aber dieser hat das Problem nicht wahrnehmen wollen. Ähnliches hatte ich beim Testen von harten Kontaktlinsen, als ein Auge stark auf Fernsicht ausgelegt war (durch zu viele Dioptrin) und nicht richtig in die Nähe fokussieren konnte.
    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht ?
    Falls es bis Ende dieser Woche nicht weg geht, werde ich erneut zu einem anderen Augen Arzt gehen, da es schon beunruhigend ist. VG Dimitri

    • Hey Dimitri,

      vielleicht hast du es einfach etwas zu gut gemeint und warst mit zu viel Ehrgeiz dabei? Wenn du es schaffst, ein paar Tage lang einfach nichts Besonderes zu machen, erübrigt sich das vermutlich von alleine.

      Beste Grüße
      Boris

  16. Hallo an alle

    Bezogen auf den Kommentar von Dimitri, habe ich mal eine Frage. Wie oft fokussiert ihr aktiv? Wie einige wissen, komme ich ja mit meinem linke Auge nicht so voran, wie ich das gerne hätte. Ich glaube, dass das mit dem Fokussieren zusammenhängt. Rechts klappt es immer sehr gut, irgendwie ein Automatismus, und links beginnt es erst jetzt auch so langsam zu funktionieren. Habe diese Doppelbilder. Zu ca. 30% klappt das aktive Fokussieren, für mich ein riesen Erfolg. Wie oft braucht das Auge aber dieses positive Erlebnis, ein klares Bild erzeugen zu können, damit der Reiz “Auge verkleinern” entsteht?

    Lg
    Peter

    • Hey Peter,

      bei mir ist es so: Im Prinzip gibt zwei “Zustände”. Einen schlechteren und einen, bei dem ich deutlich besser und oft mit Mehrfachbilder sehe. Erster Zustand —> aktiv Fokussieren —> besserer Zustand.

      Jedes mal, wenn du es schaffst aus dem ersten Zustand in einen (wie auch immer gearteten) besseren zweiten Zustand zu kommen, ist das schonmal sehr gut. Oft passiert das (vor allem bei gutem Licht) praktisch ohne bewusstes Zutun. Als Automatismus eben. Das ist sehr gut.

      Falls das nicht automatisch passiert, gelingt das (zumindest manchmal) durch aktives Fokussieren.

      In einem sehr schleichenden Prozess wird dann der erste Zustand Stück-für-Stück langsam immer besser. Außerdem schaffen es dann auch langsam beide Augen häufiger gleichzeitig in den zweiten Zustand, die Mehrfachbilder werden weniger, die Geschwindigkeit, mit der das Fokussieren passiert, steigt usw.

      Aktives Fokussieren ist natürlich auch immer ein Stückchen Belastung für das visuelle System. Es geht im Prinzip darum, eine gute Balance zwischen Belastung (aktives Fokussieren) und Entlastung (das Auge einfach das machen lassen, was es will) zu finden. Ich schätze, das ist bei jedem individuell.

      Viele Grüße
      Boris

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