Es gibt nur einen ersten Eindruck für deine erste schwächere Fernbrille. Umso wichtiger ist es, dafür zu sorgen, dass sie dir in absolut positiver Erinnerung bleibt. Wie du das schaffst, beschreibe ich hier.

Schau dir hier an, wozu du eine schwächere Fernbrille brauchst. Hier findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du die richtige Stärke bestimmen kannst.

Was wir wollen, ist, dass deine Augen und dein visueller Kortex sich auf deine neue Brille freuen. Wir wollen, dass das ein durchweg positives Erlebnis wird.

Deine neue Brille ist wie ein Stück Kuchen

Oder wie ein guter Wein. Dein Lieblingsdessert. Deine neue Brille soll wie ein Weihnachstgeschenk sein. Wir wollen, dass deine Augen es kaum erwarten können, die Überraschung endlich zu bekommen. Und die Überraschung soll weltklasse sein.

schwächere Fernbrille

Oh man, Kuchen!

Starte an einem frischen und entspannten Tag

Am besten nimmst du dir einen halben Vormittag Zeit für deine neue Fernbrille. Vielleicht an einem Sonntag nach einer guten und entspannten Nacht. Starte den Tag wie immer ohne Brille. Tu deine Dinge, setze aber keine deiner Brillen auf. Genieße die Verschwommenheit.

Eine kleine Herausforderung

Nimm dir vielleicht fünf Minuten und fokussiere aktiv ohne Brille. Lies ein paar Seiten in deinem Lieblingsbuch oder in der Zeitung. Bleibe dabei aber immer am Rand der Verschwommenheit. Fordere deine Augen ein wenig heraus.

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Es passiert draußen

Setze deine Brille nicht auf. Nimm dir gute 10 bis 20 Minuten Zeit und gehe nach Draußen. Gutes Wetter mit ordentlich Sonne ist ideal. Falls es aber bewölkt ist, muss dich das nicht aufhalten. Wenn du dich ohne Brille draußen sicher fühlst, dann gehe eine Runde spazieren.

Falls du stärker kurzsichtig bist und spazieren ohne Brille nicht in Frage kommt, setze dich irgendwo draußen hin. Vielleicht eine Parkbank, Treppe, Mauer oder Ähnliches, das du doch noch ohne Brille erreichen kannst. Bleibe sicher! Falls du es ohne Brille wirklich nicht sicher bis zur nächsten Parkbank schaffst, dann setze dir für den Weg deine Nahbrille auf.

Nimm deine Umgebung wahr

Nimm deine Umgebung aktiv wahr. Schaue dich um, genieße die Verschommenheit, aber auch das, was du sehen kannst. Egal, ob du einen Vogel als Vogel erkennen kannst oder ob da nur ein Fleck durch dein Blickfeld huscht, nimm einfach alles wahr, wie es ist.

Achte auch auf die Objekte, die sich nicht im Zentrum deines Blickfeldes befinden. Schau dir auch an, was du oben, unten, links und rechts alles in deinem Blickfeld hast. Spüre, wie viel mehr Licht und Information bei dir ankommt, wenn du nicht durch den kleinen Rahmen deiner Brille guckst.

schwächere Fernbrille

Meditiere ein wenig, falls so etwas dein Ding ist. Nimm dich und deine Umgebung wahr. Genieße die Welt, wie sie jetzt gerade für dich ist. Sei Eins mit deiner Realität.

Schwächere Fernbrille — Ein positives Erlebnis

Dein Körper und deine Augen sind entspannt aber auch vorbereitet auf eine kleine Herausforderung. Gleich kommt der leckere Lutscher. Nach einer ganzen Weile Verschwommenheit und Herausforderung kommt gleich ein unglaublicher Zugewinn an Klarheit.

Suche dir ein Verkehrsschild, ein Nummernschild oder irgendeinen Text an einer Hauswand. Suche dir etwas, das weiter weg ist, du aber mit deiner neuen Fernbrille wahrscheinlich gut erkennen kannst.

Schau dir dein Zielobjekt noch einmal ohne Brille an. Verschwommen. Jetzt kommt dein Lieblingsnachtisch, der gute Wein, das Stück Kuchen. Vorfreude. Atme tief durch und setze dir deine neue Fernbrille auf.

schwächere Fernbrille

Sieh dir an, wie der Text scharf wird. Genieße den Zugewinn an Klarheit. Klopfe dir selbst mal ordentlich auf die Schulter für all das, was du schon erreicht hast.

Sieh dich weiter um. Führe dir nochmal vor Augen, wie viel weniger Stärke deine neue Brille hat und wie gut du schon mit ihr sehen kannst. Genieße deinen Erfolg.

Erbsenzählerei

Vielleicht hältst du es für weit hergeholt. Deine neue Brille ist nun mal schwächer und du siehst weniger gut mit ihr. Schau dir aber mal folgende Szenarien an.

Du kommst nach einem harten Tag von der Arbeit, trinkst dein Feierabendbier. Deine Augen sind sowieso schon müde und angestrengt. Beim Abendessen hast du auch noch ferngesehen. Ach, und ja: Du hast ja noch deine schwächere Fernbrille, die du aufsetzen wolltest.

Dein Ziliarmuskel ist verspannt, du bist müde und hattest dazu auch noch stundenlang deine zu starke “Optiker-Brille” auf. Jetzt setzt du deine schwächer Fernbrille auf und Oh man, das ist ja beschissen! Du siehst ja kaum etwas. Deine neue Fernbrille bekommt für immer den Das-Ist-Ja-Beschissen-Stempel.

Vergleiche jetzt mit dem Ablauf oben. Deine Augen sind entspannt, du hattest eine ordentliche Zeit mit Verschommenheit und Herausforderung für deine Augen. Und dann siehst du plötzlich so gut, obwohl die neue Brille so viel schwächer ist. Dein erster Kontakt mit ihr ist ein positiver. Den ersten Eindruck kannst du dir im Nachhinein nicht schönreden.

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Wie ist es bei dir gelaufen? Schreib mir gerne unten in die Kommentare. Ich freue mich, von dir zu hören 🙂

Quellen / weitere Informationen