Für immer kurzsichtig vs. Bald ohne Brille – Das macht den Unterschied

Stück-für-Stück wird aus einem Menschen, der immer kurzsichtiger wird, jemand, der keine Brille braucht. Für immer kurzsichtig oder bald ohne Brille? Erfahre, was den Unterschied macht.

Ein neuer Mensch

Ob du es merkst oder nicht, hinter den Kulissen findet eine gewaltige Transformation statt. Hier ein Häppchen neues Wissen, da eine neue Methode, an dieser Stellschraube drehen, da eine neue Gewohnheit.

Das alles summiert sich auf. Deine Kurzsichtigkeitsreise macht dich zu einem völlig neuen Menschen. Was du einmal weißt, wirst du nie wieder rückgängig machen können. Jede Fähigkeit, die du lernst, bleibt dir ein Leben lang.

Stück-für-Stück wird aus einem Menschen, der immer kurzsichtiger wird, ein Mensch, der bald keine Brille mehr braucht. Hier kommt der große Vorher/Nachher-Vergleich

Wissen — Fragezeichen vs. Durchblick

für immer kurzsichtig

Biologie des Auges

Für immer kurzsichtig: Du hast keine Ahnung von der Funktionsweise des Auges und dir auch nie Gedanken darüber gemacht. Wozu auch? Brille auf, Bild scharf. Passt doch!

Bald ohne Brille: Du weißt, wie das Auge ein scharfes Bild erzeugt und was das kurz- und weitsichtige Auge vom normalsichtigen unterscheidet. Dir ist klar, dass alle Lebewesen kurz- oder weitsichtig zur Welt kommen und erst im Laufe des Lebens normalsichtig werden. Das Auge hat Mechanismen zur Änderung der Größe des Augapfels und nutzt diese auch.

Wie Kurzsichtigkeit entsteht

Für immer kurzsichtig: Warum gerade du kurzsichtig bist, verstehst du einfach nicht. Gene, Familie, Pech gehabt? Das konnte dir bisher niemand so recht verständlich machen.

Bald ohne Brille: Deine Gene sind nicht schuld. Viel mehr sind es deine Sehgewohnheiten: Alles ging mit einem verkrampften Ziliarmuskel los. Wie Naharbeit und die ungünstige Wahl von Brillen darauf Einfluss nehmen, hast du inzwischen am eigenen Leib erfahren. Du verstehst jetzt, wo deine immer stärker werdenden Brillengläser hergekommen sind.

Da kann man nichts machen

Für immer kurzsichtig: Dein Optiker hat dir glaubhaft versichert, dass du gegen Kurzsichtigkeit nichts tun kannst. Das hast du natürlich geglaubt, schließlich muss er es doch wissen.

Bald ohne Brille: Du weißt, dass Kurzsichtigkeit auch weniger werden kann. Und vor allem weißt du auch wieso. Dir ist klar, wie du die ursprüngliche Ursache wieder beheben kannst und wie du dafür sorgst, dass dein Augapfel wieder kürzer wird. Du verstehst, welche Reize deine Augen beeinflussen und weißt wie wichtig Fernsicht, gutes Licht und Zeit im Freien für deine Augen ist.

Wunderwerkzeug Brille

Für immer kurzsichtig: Nie hat dir jemand erklärt, was die kleinen lustigen Zeichen in deinem Brillenpass bedeuten. Und auch nicht, wie eine Brille eigentlich funktioniert.

Bald ohne Brille: Du hast den Durchblick. Du verstehst deine Brillenwerte, weißt, was Astigmatismus ist und dass die Funktionsweise von Brillen gar nicht so kompliziert ist.

Techniken — Heiliger Optiker vs. Maßband, Drucker und Drogerie

für immer kurzsichtig

Der Optiker entscheidet über deine Augen

Für immer kurzsichtig: Dein Augenarzt oder Optiker weiß am besten, was gut für deine Augen ist. Er entscheidet, welche Brillenwerte deine Augen brauchen. Schließlich hat er die Ahnung.

Bald ohne Brille: Du weißt, wie du mit einfachsten Mitteln selbst deine Sehleistung messen kannst. Deine Dioptrien, deinen Visus, das alles kannst du alles einfach selbst messen. Die Meinung des Optikers ist zwar ein zusätzliches Hilfsmittel für dich, um die optimale Brillenstärke zu finden, die Verantwortung trägst du aber ganz allein.

Du weißt nicht, wohin es geht

Für immer kurzsichtig: Du hast ein mulmiges Gefühl, wenn du zum Sehtest gehst. Gibt es mal wieder eine halbe Dioptrie mehr? Was passiert mit mir und meinen Augen? Keine Ahnung, was das alles bedeutet.

Bald ohne Brille: Du hast einen guten Überblick darüber, was sich in deinen Augen tut. Du weißt, wie es um deine Sehweite aussieht und wie gut du mit deinen Brillen zurecht kommst. Du dokumentierst deine Fortschritte und weißt ganz genau, was dir deine Augen sagen wollen. Eigentlich weißt du auch schon vor dem Sehtest, was dort herauskommen wird.

Gewohnheiten — Passiv vs. aktiv

für immer kurzsichtig

Ein Brille für alles

Für immer kurzsichtig: Du hast eine Brille für alle Zwecke. Klar, deine Augen sind kaputt und diese eine Brille sorgt dafür, dass du trotzdem sehen kannst. Morgens aufsetzen, abends absetzen, keine Frage.

Bald ohne Brille: Du weißt, was du deinen Augen antust, wenn du mit deiner Fernbrille Naharbeit machst. Du weißt, welche Reize deinen Augen das Signal geben, wieder normalsichtig zu werden. Du suchst dir sorgfältig die Brillenstärke aus, die dich weniger kurzsichtig macht.

Brille aufsetzen, Computer an, gib ihm!

Für immer kurzsichtig: Deine Augen sind defekt. Zum Glück hilft dir deine Brille, den ganzen Tag lang deinen Monitor kristallklar zu sehen. Morgens das Handy, tagsüber deinen Computerbildschirm, abends den Fernseher. Alles, was weiter als zwei Meter von dir entfernt passiert, interessiert dich praktisch nicht.

Bald ohne Brille: Du weißt, wann du eine Pause von der Naharbeit brauchst. Du spürst es und du weißt, was passiert, wenn du deinen Augen keine Erholung lässt. Du hast ein gutes Gefühl für deinen kleinen ringförmigen Freund und genießt regelmäßig Fernsicht.

Passives Sehen

Für immer kurzsichtig: Eigentlich starrst du nur den ganzen Tag auf einen Bildschirm. Deine Augen sind unbeweglich und trocken. Selbst wenn du draußen bist, schaust du auf dein Handy oder den Boden vor dir.

Bald ohne Brille: Du scannst deine Umwelt mit deinen Augen ab. Draußen beobachtest du deine Umgebung. Deine Augen sind beweglich und aktiv. Du schaust viel und oft in die Ferne und nimmst auch dein peripheres Blickfeld wahr. Aktives Fokussieren ist ein müheloser Automatismus.

Unbewusstes visuelles Empfinden

Für immer kurzsichtig: Du verschwendest keinen Gedanken an deine Brille und wie du die Welt durch sie hindurch wahrnimmst. Morgens aufsetzen und los gehts. Du siehst, weil deine Augen nunmal da sind.

Bald ohne Brille: Deine Brillen sind wertvolle Hilfsmittel und Trainingswerkzeuge für dich. Du weißt, wie du sie einsetzen kannst, um deine Ziele zu erreichen. Du bist achtsam für die Dinge die du sehen kannst. Hin und wieder verzichtest du gezielt auf deine Brille, um dich auch für dein Sehen ohne Brille zu sensibilisieren. Du benutzt deine Augen, weil du sehen willst.

für immer kurzsichtig

Wo stehst du? In welchem Punkt hast du dich wiedergefunden? Was habe ich vergessen? Teile dein Erfahrungen gerne unten in den Kommentaren.

18 Kommentare

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  1. Hallo Boris,
    super Artikel! Ich habe mich in allen Punkten wiedergefunden. Besonders dass ich früher wirklich draußen nur 2m weit auf den Boden geschaut habe, hatte ich vor ein paar Wochen entdeckt und nur den Kopf über mich geschüttelt. Jetzt weiß ich es besser und entdecke die Welt 🙂
    Spontan fällt mir keine Ergänzung ein.
    Danke für deine Arbeit!
    Liebe Grüße
    Sylv

    • Cool Sylv! Gern geschehen.

      Ja, auf den Boden schauen kenne ich nur zu gut. Dabei gibt weiter oben viel mehr spannendes Zeug zu entdecken.

      Danke für deinen Kommentar 🙂
      Viele Grüße
      Boris

  2. Hallo Boris, deine Zusammenstellung ist sehr anschaulich und stellt die Unterschiede zwischen “für immer kurzsichtig” und “bald ohne Brille” sehr gut heraus. Ich stelle bei mir immer wieder fest dass meine innere Einstellung und Denkweise einen riesengroßen Unterschied macht: wenn ich mit der abgeschwächten Brille denke “ohje, ich sehe die weiter entfernten Dinge nicht richtig scharf” strengt mich das an und zieht mich runter. Wenn ich dieselbe Situation bewerte mit “ist ja toll, wie weit ich schon gut sehen kann” und “jetzt haben meine Augen die Möglichkeit, zu arbeiten und wieder ihre volle Sehkraft zurück zu gewinnen” macht mich das glücklich und ich bin voller Energie und spüre die eigene Kraft. Liebe Grüße Gabi

    • Hey Gabi,

      ja, voll gut! Alles auch ein wenig eine Frage der Einstellung und auch Motivation, wieso man das alles macht. Ich meine: Wie gut, dass es überhaupt eine Möglichkeit gibt, dass die Kurzsichtigkeit besser werden kann?!

      Wenn dazu gehört, dass man ein wenig Geduld aufbringen muss und weiter weg mehr Herausforderung hat, wieso nicht? Die Option, zur normalen “Optiker-Brille” zurück zu gehen, hat man prinzipiell ja auch immer.

      Kenne ich aber auch von mir. Vor allem an Tagen, an denen sowieso alles schief läuft, muss ich es dann eigentlich nicht auch noch unscharf haben.

      Beste Grüße
      Boris

  3. Hi Boris,

    super Arbeit, ich finde mich auch in allem wieder!
    Wie furchtbar müde früher meine Augen nach 8 Std. Computerarbeit waren, immer mit der Fernbrille auf, nie Pausen gemacht, außer wenn ich Hunger hatte, und dann beim Essen schön die Brille aufbehalten… Jetzt merk ich selbst, wie anders meine Augen behandelt werden wollen!
    Vielen Dank dir.

    Viele Grüße
    Ida

    • Hey Ida,

      kenne ich auch. Es ist schon erstaunlich, dass man irgendwann auch viel besser fühlt, was den Augen gut tut und was eigentlich nicht so wirklich.

      Danke für deinen Kommentar 🙂
      Viele Grüße
      Boris

  4. Hallo Boris,
    eigentlich zähle ich mich meist zu der Kategorie “Bald ohne Brille”, aber es gibt Tage, da zweifle ich echt, ob das Ganze funktioniert. Die Welt da draußen ist so unscharf ohne Brille … und die Fortschritte so minimal. Wieviel bequemer hat es sich doch vorher gelebt – zack, Brille auf und gut… aber mittlerweile weiß ich zu viel, um aufzugeben, vor allem dank dir und deiner tollen Arbeit. Ich würde dich gerne fragen, wie sieht es denn bei dir aus, aktuell, bist du bald ohne Brille, aber ich trau mich nicht. Oder weißt du jemand, der es geschafft hat, könntest du nicht so jemanden mal um eine Erfolgsgeschichte für deinen Blog bitten, die in so trüben Tagen motivierend wirkt?
    Viele Grüße von einer leicht depressiven Steffi

    • Hallo in die Runde,
      das kenn ich auch!
      Es gibt Tage, an denen sehe ich so schlecht, dass alles echt mühselig ist. Aber ich hab festgestellt, dass das Besserwerden der Kurzsichtigkeit in Wellen verläuft – manchmal gehts abwärts über ein paar Tage, oder stagniert für eine ganze Weile, und dann wird es auf einmal besser, und zwar besser als es je war.
      Und – ähem, das ist mir jetzt ein bisschen peinlich – die Sehtafel ist definitiv nichts für mich, ich gucke fast gar nicht mehr drauf. Die Fortschritte damit waren für mich nämlich kaum wahrnehmbar, und die unscharfen Zeilen zu viele… Mich motiviert es viel mehr, meine Fortschritte an meiner Nah- und Fernbrille im “wirklichen Leben” festzustellen, da hab ich irgendwie mehr Erfolgserlebnisse. Z.B. wenn das Arbeiten am PC mit Nahbrille immer leichter vonstatten geht, wenn ich Autonummernschilder aus größerer Entfernung lesen kann…
      Viele Grüße
      Ida

    • Hey Steffi,

      damit bist du definitiv nicht allein. Stillstand, Rückschläge und auch Zweifel, ob das alles überhaupt funktionieren kann, sind vollkommen normal (mal angenommen, ich wüsste, was normal ist). Du bist nicht die erste und nicht die letzte, die da durch geht.

      Mir hilft es immer, mir nochmal vor Augen zu führen, wie weit ich bisher gekommen bin. Die gängige Ansicht ist ja nach wie vor, dass man bei Kurzsichtigkeit machtlos ist und nichts tun kann. Selbst, wenn du auch nur ein paar kleine Verbesserungen hattest, ist das schon ein riesen Ding! Selbst das ist schon etwas, was “eigentlich nicht möglich ist”.

      Denke dich mal in die Anfangsphase zurück. Selbst, wenn sich nur minimal etwas getan hat, was hättest du vor ein paar Monaten dafür gegeben, da zu sein, wo du jetzt bist? Jeder kleine Erfolg zählt. Wenn du es schaffst, einen Zentimeter weiter scharf zu sehen, schaffst du irgendwann auch noch einen. Und noch einen. Und noch einen.

      Ich kann Idas Erfahrungen persönlich absolut bestätigen. Die Verbesserungen kommen nicht gleichmäßig, sondern in Sprüngen. Mal tut sich eine gefühlte Ewigkeit nichts und dann geht es plötzlich Schlag auf Schlag bergauf. Dann wieder nichts. Plötzlich wieder Verbesserungen.

      Bei mir selbst, sieht es im Moment nicht allzu gut aus (mehr dazu demnächst in nem Beitrag). Hier auch “Erfolgsberichte” aufzunehmen, steht schon seit längerem auf meiner To-Do Liste. Kommt hoffentlich demnächst. Nichtsdestotrotz gibt es ja immer wieder Menschen, die sehr erfolgreich etwas an ihrer Kurzsichtigkeit tun. Zumindest auf englisch, gibt es viele Erfolgsgeschichten.

      Und die Option, wieder zum “normalen” Umgang mit Brillen zurückzukehren, steht einem ja auch immer offen. Selbst wenn man mal nur eine Woche Pause machen möchte. Egal, wie schlimm es auch laufen mag, du verlierst ja nichts. Ich bin mir sicher, dass auch wieder erfolgreichere und schönere Tage kommen werden.

      Liebe Grüße
      Boris 🙂

  5. Hallo Steffi

    Leicht depressiv? Das kommt bei mir auch hin. Gibt Tage, da steh ich vor meiner Sehtafel und verzweifel, weil ich nicht weiter gekommen bin. Echt Stress für die Psyche, denn wir haben ja alle über Jahre oder sogar Jahrzehnte gelernt, dass das eben so ist. Einmal kurzsichtig, immer kurzsichtig.

    Vielleicht für mehrere interessant. Boris, wie gehst du damit um, wenn es mal nicht weiter oder sogar einen Schritt zurück geht? Frage natürlich auch an alle anderen.

    Viele Grüße und noch einen schönen Maifeiertag.
    Peter

    • Hey Peter,

      sehr gute Frage! Die greife ich doch direkt mal im nächsten Beitrag auf.

      Vor allem haben wir aber auch alle gelernt, dass es für jedes Problem eine “schnelle Lösung” oder irgendwo eine Abkürzung gibt, die man nur finden oder sich kaufen muss.

      Dass es auch Dinge und Prozesse gibt, die ihre Wirkung eben erst im Laufe der Zeit entfalten, lässt sich nicht allzu gut vermarkten. Geduld ist leider etwas, das mir zumindest oft schwer fällt, für diesen Prozess aber super wichtig ist.

      Viele Grüße
      Boris

  6. Hallo Steffi,
    hi Boris 🙂

    Wie immer ein toller Artikel.

    Ich kann Steffi sooooo gut verstehen. Es hilft alles nichts, die Devise lautet, wie Boris es schon erwähnt hat Geduld Geduld Geduld.

    Klar, am liebsten würden wir doch alle morgens aus dem Bett hüpfen mit klarem, entspannten Blick, aber vor dem Erfolg hat Gott nun mal den Schweiß gesetzt.
    Stell Dir doch einfach mal vor, Du durchläufst den ganzen Prozeß, gehst durch alle Höhen und Tiefen; WOW – was glaubst Du, wie Du dich fühlen wirst, wenn Du deine 100% Sehkraft wiedergewonnen hast und das wirst Du mit Sicherheit, wenn Du weiterhin dem Prozeß treu bleibst.
    Eile mit Weile, den Kopf, die Ungeduld wegpacken, nicht an der Sehtafel verzweifeln, leg Dich hin, höre schöne Musik und entspanne Dich 🙂 Gehe nach draußen und ziehe den aktiven Focus … NICHTS PASSIERT VON HEUTE AUF MORGEN. Es ist ein langer Prozeß – ABER und das ist doch das Allerbeste, er wirkt, es geht wirklich! Ich selbst will immer eine 100% Lösung sofort und am Besten doch schon längst gestern. Über 20 Jahre habe ich mich mit Augentraining befaßt, hatte innere Wut, war am verzweifeln, habe Gott und die Welt gehaßt für meine sch*** Augen. Vieles war Kopfsache und ich stand mir oft selber im Weg, weil ich meine Augen für vieles verantwortlich gemacht habe, was ich nicht konnte, weil ich diese verdammte Brille immer tragen musste und und und. Seit einigen Monaten befaße ich mich jetzt mit den Sachen, die hier auf Brillenpanda (ich wußte das zwar schon alles, aber irgendwie hatte alles keine richtige Struktur) stehen und solch ein Erfolg hatte ich mit keiner anderen Methode – und wenn ich das schreibe, rede ich von über 1000 Sachen, die angeblich gegen Kurzsichtigkeit helfen sollten.

    Wenn alles gut läuft, bin ich dieses Jahr meine Brille los 🙂

    Man muss einfach versuchen, loszulassen, alles tun, was nötig ist – veränderte Sehgewohnheiten – keine Fernbrille in der Nähe bzw. angepaßte Nahbrille – arbeiten am Unschärfehorizont, unterkorrigierte Brille für die Ferne – viel draußen in der Ferne, den aktiven Focus üben – auch mal in der Nacht 🙂 – und dann einfach Leben… genau diese Gewohnheiten lassen doch das Leben zu, man braucht sich eigentlich nicht bewußt hinsetzen und Augenübungen vor der Sehtafel machen… eigentlich …. ich sitze auch oft genug davor 🙂 *muss ich jetzt doch mal reflektieren :-)*
    Wichtig ist, den Prozeß nicht zu verlassen, nicht wieder in alte Muster verfallen und die Fernbrille in der Nähe nutzen, eine 100% korrigierte Brille zu lange tragen zu viel Naharbeit ohne Pause und und und.
    Ich hatte oft Tage, da zweifelte ich an dem Prozeß, dachte, ich bilde mir das doch bloß ein, dass es besser wird und und und … jetzt sitze ich vor dem PC und tippe ohne Brille und sehe den Bildschirm klar (mit 1% Unschärfe 🙂 für den Reiz 🙂

    Ganz wichtig sind:

    1) Geduld
    2) verbesserte Sehgewohnheiten
    3) Siehe 1)

    Das waren jetzt so meine spontanen Gedanken, als ich Steffis Beitrag gelesen habe 🙂

    Viel Erfolg und v i e l G e d u l d mit Dir und den aufkommenden Gefühlen

    Viele Grüße
    Thomas G.

    p.s. Im Prozeß dieses Sehtrainings findet nicht nur eine Veränderung im Sehen statt, sondern im ganzen Menschen. Die Biologie ist nicht blöd – es passiert soooooo viel, Biologie braucht Zeit. Kopf ausschalten und sich einfach dem Leben, der Natur (die ist alles andere als blöd :-)) anvertrauen!

    • Hallo Thomas, darf ich mal fragen, wie viel dpt du hattest bzw. welche Verbesserung in genauen Zahlen stattfand?

      Auf jeden Fall ist es gut so etwas zu hören. Ich befinde mich auch gerade in einer Phase, wo ich am liebsten alles hin schmeißen und zum Lasern gehen möchte.

      Viel Erfolg weiterhin an Alle!

      Mathias

  7. Hi Mathias,

    meine ursprünglichen Werte waren bei ca. -2,75 / -3, im Moment bin ich bei links -1 und rechts -1,25 (das rechte Auge ist träge und an dem arbeite ich momentan sehr stark). In einigen Tage werde ich auf -1 je Auge gehen und hoffe dadurch, dass auch mein rechtes Auge einen gewissen Schub bekommt. Ich habe übrigens im Februar 2017 angefangen; muss allerdings dazu sagen, dass ich seit zwei Jahren eine unterkorrigierte Brille getragen habe (links -1,25 und rechts -1,75), nur in den zwei Jahren hat sich nichts mehr verbessert!

    Ja Lasik – das war mein letzter Gedanken, den ich vor einigen Monate hatte, dann durch Zufall den Artikel bei endmyopia entdeckt und Brillenpanda. Da flammte die Hoffnung und die flammt immer noch 🙂

    Lese Dir alles genau durch – es ist doch sooooo einleuchtend und es kann nicht anders sein, als das sich die Augen so verbessern und die Kurzsichtigkeit zurückgeht … Aufgeben ist immer der leichtere Weg, eine OP ist eine schnelle Lösung – doch letztlich für welchen Preis? Da gibt es viele Nebenwirkungen, es ist so ein tiefer Eingriff – klar, es muss jeder für sich entscheiden, aber mir persönlich wäre es zu riskant und nachdem ich die Ursache der Kurzsichtigkeit erkannt habe, ein absolutes NO GO!!! Lasik = nein nein, trockene Augen, wenn Du Pech hast, brauchst Du trotzdem noch eine Brille, abends irgendwelche verzerrte Lichterscheinungen, entzündete Augen usw.
    Das Wichtigste an diesem Prozeß ist einfach Geduld mit sich selber haben, die richtige unterkorrigierte Brille (nicht zu stark, sonst gibt´s nur Frust) und WIRKLICH den aktiven Focus lernen; dieser ist der Schlüssel.

    Man hat doch nichts zu verlieren – ich weiß nicht, wie hoch deine Werte sind, aber auch wenn sie noch so hoch sind, den Weg gibt es da raus – und das ist das Konzept dieser Seite oder von endmyopia… ich würde es am liebsten in die Welt schreien – ja ja ja!
    Viel draußen in der freien Natur so oft wie möglich den aktiven Focus üben mit unterkorrigierter Brille – das ist der Weg!

    Einen großen Fehler darf man nicht begehen, zu lange ohne Brille herumlaufen – für mich war das in all meinen Augentrainingsjahren der falsche Weg und letztlich auch das wieder so einleuchtend … das visuelle Zentrum kommt damit einfach nicht klar und das Hirn signalisiert im Grunde genommen – absolute Hoffnungslosigkeit – visueller Streß – Nackenverkrampfung – Schulter angespannt – Gesicht angespannt – Kiefer angespannt – Augen müde – Augäpfel/Muskeln werden mehr und mehr angespannt, um das Ganze zu kompensieren, aber das geht nach hinten los … deshalb leicht unterkorrigierte Brille …

    @Mathias, ich stand so oft vor dem Aufgeben – und letztlich war in mir immer eine Stimme, die gesagt hat, da muss es doch noch was geben und jetzt habe ich es gefunden. Wenn Du alles hinschmeißen willst, laß los und tue ein paar Tage mal nichts, außer einfach den ganzen Tag entspannt zu bleiben 🙂 fängt bei den Schultern an und hört im Gesicht/Kiefer auf. Wie ist dein Sehen danach? 🙂 Der ganze Streß muss einfach raus – aus der ganzen Lebenssituation und das unbedingte klar sehen wollen (der Gedanke muss raus). Nicht geschieht mit Gewalt, in der Biologie schon mal gar nicht.

    Es gibt ein Sprichwort, dass soviel heißt wie:
    “Mach dich mit deiner Krankheit vertraut, akzeptiere sie und nehme sie an, dass ist der beste Weg, sie loszuwerden”

    Lasik ist die Hammermethode

    Der Weg der Sehverbesserung durch diesen Prozeß hier ist ein Weg der Veränderung / innerlich und äußerlich – es ist eine Reise, die es ABSOLUT wert ist, angetreten zu werden. Ich kann es jedem nur empfehlen 🙂

    Ich hatte so oft Tage, da dachte ich —- sch**** — das sehen wird ja irgendwie schlechter als besser … und genau an diesen Tage, wenn ich ehrlich bin, war ich im Streß, entweder wollte ich zuviel auf einmal im Sehen oder es waren meine Lebensumstände … wenn ich dann versuchte, das Sehen einfach zu akzeptieren, ja so ist es – verschwommen – Hallo Verschwommenheit, dann wurde es besser … wenn man lange genug dabei bleibt, gibt es immer höhen und tiefen, die Augen ändern sich ständig, manchmal schon im Minutentakt – ABER es ist so ein geiles Gefühl, wenn Du plötzlich mit deiner unterkorrigierten Brille in der Nacht durch die Straßen läufst; vor einigen Wochen noch kaum was gesehen und plötzlich siehst Du in 3-6 Meter, Straßenschilder, kannst die Straßennamen lesen, Autokennzeichen etc. und wenn Du diese Erfahrung gemacht hast, wirst Du dabei bleiben und mehr und mehr Hoffnung entwickeln, dass es besser und besser wird!

    In diesem Sinne
    der hoffentlich bald 100% Sehende 🙂
    Thomas G.
    VIEL ERFOLG und VIEL KLARHEIT für Deinen Weg 🙂

    • Hallo Thomas,
      vielen Dank fürs Mutmachen! Dein Beitrag hilft mir echt weiter!
      Viele Grüße
      Ida

    • Ich kann mich nur anschließen. Vielen Dank!

    • Hallo Thomas,

      vielen, vielen Dank für den Motivationsschub!!! Ich habe zwar auch schon Verbesserungen (-1/-0,75 weniger), bin aber immer noch bei -9 dpt und der lange Weg den ich noch vor mir habe bringt mich manchmal zur Verzweiflung. Aber ich bin wieder motiviert und werde weiter machen.
      Dir weiterhin alles Guter! VG, Mathias

  8. Hallo Thomas, toller Beitrag! Wow! Vielen Dank dafür 🙂
    Liebe Grüße Gabi

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