Nahbrille benutzen – 4 Dinge auf die du achten musst

Wenn du eine Nahbrille benutzt, machst du schon vieles richtig. Allerdings gibt es dabei auch ein paar Dinge, die du unbedingt beachten musst. Welche das sind, zeige ich dir hier.

Du weißt nicht, was ich mit Nahbrille meine? Dann schau dir hier an, was das ist und wie sie dir dabei helfen kann, deine Kurzsichtigkeit loszuwerden.

1.) Nie wieder Fernbrille!

Sobald du eine Nahbrille hast, benutze nie wieder deine Fernbrille für Naharbeit. Wirklich: Nie! Solange nicht dein Leben (oder das eines niedlichen Kätzchens) davon abhängt, dass du mit deiner Fernbrille Naharbeit machst, gibt es keinen Grund mehr dafür.

Nahbrille benutzen

Nimm deswegen deine Nahbrille überall hin mit, wo sie zum Einsatz kommen könnte. Wenn du sie vergessen hast und Naharbeit machen musst, hol sie. Wenn das bedeutet, dass du eine halbe Stunde durch den Regen fahrradfahren musst, weltklasse. Genieße die Fahrt und hol dir deine Nahbrille. Keine Naharbeit mit deiner Fernbrille mehr.

Wenn du diese einfache Regel befolgst, machst du es sehr unwahrscheinlich, dass du jemals wieder stärkere Brillengläser brauchst. Einfach, weil du den Reiz der hyperopen Defokussierung praktisch vollständig eliminierst. Viel mehr wird dein Ziliarmuskel sogar immer entspannter und du beginnst erste Verbesserungen festzustellen.

2.) Behalte deinen Sitzabstand bei

Mit deiner Nahbrille solltest du auf deinem bequemen Sitzabstand ohne Probleme deinen Bildschirm erkennen können. Bleib bei diesem Abstand.

Nahbrille benutzen

Je länger du nah arbeitest, desto verspannter wird dein Ziliarmuskel. Nach und nach wird es immer schwieriger den Bildschirm noch scharf zu stellen. Einen Moment nicht aufgepasst und schon klebst du an deinem Bildschirm.

Vielleicht bietet dir deine Nahbrille auch eine gute Chance, dir eine gesunde Sitzhaltung anzugewöhnen? Zwei Fliegen mit einer Klappe: Gut für den Rücken und gut für die Augen.

3.) Mache regelmäßig Pausen

Anstatt näher heranzurücken, gönne deinen Augen eine Pause. Schau ein paar Minuten aus dem Fenster, mache einen kurzen Spaziergang, aber rücke nicht näher an den Bildschirm heran. Schaue hier, wie du deinen Ziliarmuskel am besten entspannen kannst.

4.) Fokussiere aktiv

Schaue hier, was ich damit meine. Zum einen hilft dir das aktive Fokussieren, deinen Ziliarmuskel zu entspannen. Außerdem wird es so auch mit der Zeit zu einer mühelosen Gewohnheit.

Und gerade diese eine Fähigkeit ist es, was den Unterschied macht. Sie gibt dir die Reize, die dein Auge wieder kürzer werden lässt.

Wann immer es geht, fokussiere aktiv. Am besten sitzt du so weit vom Bildschirm entfernt, dass du ein kleines bisschen aktiv fokussieren musst, damit der Text vollständig scharf wird.

Nahbrille benutzen = keine negativen Reize mehr

Du hast eine Nahbrille, die dich auf deinem bequemen Arbeitsabstand gerade so bis zum Bildschirm scharf sehen lässt. Wenn du auch nur ein kleines Stückchen zurück rückst, wird es unscharf.

Selbstverständlich benutzt du nur noch die Nahbrille, wenn du nah arbeitest, weil du weißt, was du deinen Augen sonst antust. Du fokussierst aktiv, um den Text auf deinem Bildschirm perfekt scharf zu bekommen.

Nahbrille benutzen

Du verstehst die Sprach deiner Augen: Wenn es schwieriger wird, den Text scharf zu bekommen, weißt du was zu tun ist. Dir ist die Gefahr bewusst, was es bedeuten würde, wenn du einfach näher rückst.

Das Leben genießen

Eine Pause einzulegen, ist jetzt genau das Richtige. Du gehst an die frische Luft, schaust dir weit entfernte Objekte an. Vielleicht ein paar Vögel oder Bäume. Du genießt dein Leben und lässt die Welt einfach für ein paar Minuten auf dich wirken.

Wenn du wieder an deinen Arbeitsplatz kommst, spürst du, dass deine Augen wieder entspannt sind und du deinen Bildschirm wieder scharf sehen kannst.

Nahbrille benutzen

Ich hoffe, dass du diesen Beitrag hilfreich findest. Falls ja, lass es mich gerne in den Kommentaren wissen. Ich freue mich immer, von dir zu hören.

12 Kommentare

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  1. Lieber Boris,

    ich musste im Verlauf der letzten Posts mit Erschrecken feststellen, dass die Qualität der niedlichen Tierbilder erheblich nachgelassen hat – sie sind einfach immer seltener wirklich niedlich! Ab und zu mal ein Chamäleon einzubauen, ist ja cool, aber die Posts, in denen kein süßes flauschiges Tierchen enthalten ist, nehmen wirklich überhand. Ich hoffe, dass sich das in Zukunft ändert, noch habe ich die Hoffnung nicht aufgeben.

    Liebe Grüße
    Isa

    • PS: Die anderen Bilder sind aber super!

      • Hey Isa,

        danke für dein Feedback 🙂

        die Niedlichkeit und auch die Flauschigkeit der Tier wird in den nächsten Beiträgen definitiv steigen. Du darfst also gespannt sein.

        Viele Grüße
        Boris

        PS: Ist ein Pinguin flauschig?

      • Also wenn der Pinguin niedlich ist, dann ist er definitiv flauschig genug! Baby-Pinguine sind zum Beispiel flauschig… 😀 Ich freu mich jedenfalls auf die kommenden Tierbilder!

  2. Hallo Boris,
    ich gestehe: Ich habe mir keine Nahbrille besorgt. Ich hab einfach die Brille abgesetzt und den Bildschirm etwas näher herangezogen. Moment, ich messe: Abstand 48 cm, danach wirds bissl unscharf.
    Hm. Schimpft der Brillenpanda jetzt? Einen Astigmatismus hab ich allerdings, ist es deshalb blöd, keine “richtige” Nahbrille zu haben? Kann aber so alles lesen und hab mich schon daran gewöhnt.
    Lg Steffi
    PS. Ich liebe Naturbilder, egal ob flauschig oder nicht.

    • Hey Steffi,

      das ist absolut weltklasse! Wenn du keine Brille brauchst, um den Bildschirm scharf zu sehen, dann benutze auch keine. Brillenpanda ist stolz auf dich 🙂

      Der Astigmatismus ist erstmal nicht so wichtig. Oft erledigt er sich im Nahbereich sowieso von alleine. Und falls nicht, ist das was für viel, viel später.

      Viele Grüße
      Boris

  3. Hallo Boris,
    hurra! Da bin ich ja froh!!
    Manchmal hab ich das Gefühl, die Unschärfe durch den Astigmatismus “wegdrücken” zu können, ich weiß nicht, wie ich das recht beschreiben soll. Da seh ich in einem Moment der Unkonzentriertheit die Buchstaben verschoben/doppelt/so übereinander, und dann rücken die Augen das mit einemmal wieder richtig. Ist vielleicht so eine Art, wie du es beim aktiven Fokussieren beschreibst.
    Schön, ich glaube, das ist der richtige Weg. Zumindest im Nahbereich seh ich kleine Fortschritte, in der Ferne seh ich immer noch richtig nervig verschwommen und merke keine Verbesserung 🙁
    Lg Steffi

    • Hey Steffi,

      sehr gut! Die Mehrfachbilder sind gut und normal. Dein visueller Kortex kommt jetzt mit ins Spiel. Alles ein bisschen neu und ungewohnt für den kleinen Freund. Das wird mit der Zeit immer besser, schneller und automatischer wieder “richtig gerückt”.

      Zu den unterschiedlichen “Verschwommenheiten” gibts demnächst auch ein paar Beiträge. Und zum aktiven Fokussieren in der Ferne sicher auch.

      Viele Grüße
      Boris

  4. Hi,
    bräuchte ich dann nicht für unterschiedliche Naharbeiten auch verschiedene Brillen? Denn ich lese ein Buch, die Zeitung ja mit anderem Abstand, als ich am PC sitze. Oder kann ich kurz, etwa 15 min auch ohne Nahbrille lesen (Gute Nacht Geschichte für die Kinder)? Grüße, Tina

    • Hey Tina,

      vielen Dank für die ausgezeichnete Frage!

      In der Theorie schon, in der Praxis nicht. Zum einen ist das super unpraktisch. Wer wechselt schon ständig und für jede mögliche Tätigkeit seine Brillen hin und her?

      Und zum anderen ist irgendwann auch der visuelle Kortex verwirrt. Keine Brille, Nahbrille, Fernbrille… jedes Mal muss das Gehirn sich auf die neue Stärke einstellen. Bei zu vielen unterschiedlichen Stärken kann das dann zu Kopfschmerzen, Übelkeit, etc. führen. Zwei Brillen sind meiner Meinung nach genau richtig, um die negativen Reize einzudämmen und dabei trotzdem das Gehirn nicht allzu sehr zu verwirren.

      Die 15 Minuten (oder auch länger) sind überhaupt kein Problem! Schließlich hast du wahrscheinlich davor deine “normale” Brille dabei aufgehabt. Ist ja auch nicht sofort etwas Tragisches passiert.

      Hoffe das hilft!
      Viele Grüße
      Boris

  5. Spricht etwas gegen “Nahlinsen” (also Kontaktlinsen für Naharbeit statt Nahbrille) und “Fernlinsen” (also leicht unterkorrigierte Kontaktlinsen)?

    • Hey Alex,

      im Prinzip nicht. Ich halte es allerdings für ziemlich unpraktisch, ständig die Kontaktlinsen wechseln zu müssen.

      Viele Grüße
      Boris

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