Es gibt verschiedene Wege seine Sehstärke selbst zu messen. Hier möchte ich dir eine kleine Übersicht geben, wie du deine Sehstärke objektiv und auch subjektiv messen kannst und so Veränderungen besser bemerkst.

Objektive Messungen

Wenn es darum geht, meine Sehstärke zu messen, mag ich persönlich “handfeste” Daten am liebsten. Mir ist es lieber, wenn meine Messung sagt, dass ich 1 cm weiter sehen kann, als wenn ich mich nur auf meinen subjektiven Eindruck verlassen muss. Trotzdem haben aber auch diese Messungen Vorteile.

Sehweiten-Messungen

Sehweite

Die Sehweiten-Messungen geben dir handfeste Daten. So und so weit, kann ich gerade scharf sehen. Du kannst direkt sehen, welchen Einfluss deine Tagesform, deine vorherigen Aktivitäten (viel Draußen gewesen, viel am PC gearbeitet, etc.) und die Lichtbedingungen auf deine Sehweite haben. Ein direkteres Feedback kann man meiner Meinung nach kaum haben.

Außerdem kannst du deine cm-Werte ganz einfach in Dioptrien umrechnen. Bei Astigmatismus kannst du sogar den Zylinder bestimmen. Allerdings sind die Sehweiten-Messungen nicht mehr wirklich gut durchzuführen, sobald du weiter als eine Armlänge (ca. -1,50 dpt) scharf sehen kannst.

Vorteile: Direktes Feedback, Handfeste Daten, gut für starke Kurzsichtigkeit (ab -2,00 dpt)
Nachteile: Schwer umsetzbar bei geringer Kurzsichtigkeit

Snellen Tafel

Snellen Tafel

Ein weiteres objektives Hilfsmittel ist die Snellen-Tafel. Auch hier wieder handfeste Daten: Du weißt, welche Reihe du lesen kannst, und welche nicht. Genauso wie bei den Sehweiten-Messungen siehst du hier, wie deine Tagesform und die Lichtbedingungen Einfluss auf deine Sehweite nehmen.

Ein Nachteil ist, dass man mit starker Kurzsichtigkeit oft keine einzige Linie erkennen kann. Auch sind kurzfristige Änderungen nicht groß genug, als dass man sie mit der Snellen-Tafel feststellen könnte. Das ist also eher etwas, um die längerfristige Entwicklung zu überprüfen. Vor allem auch super, wenn man seine Sehweite mit Brillen mit schwächeren Gläsern testen möchte.

Vorteile: Handfeste Daten, gut für schwache Kurzsichtigkeit, gut zur Überprüfung von langfristigen Entwicklungen
Nachteile: Nicht geeignet bei starker Kurzsichtigkeit, kaum kurzfristiges Feedback

Sehtest (Brillenglasbestimmung)

Sehtest

Das ist wahrscheinlich das, was von den meisten als “das objektivste” angesehen wird. Letztenendes ist es interessant zu wissen, welche Brille der Optiker einem verschreiben würde. Außerdem ist es das, was am vergleichbarsten mit älteren Brillenwerten ist. Es lohnt sich definitiv hin und wieder einen Sehtest zu machen.

Vorteile: Das “handfesteste”, guter Vergleich zu alten Brillen möglich
Nachteile: Mit zusätzlichem Aufwand verbunden

Subjektive Messungen

Sehstärke messen

Das ist etwas, was ich oft nebenbei machen. So habe ich zum Beispiel auf meinem Weg zur Uni bestimmte Straßenschilder, die ich immer mal wieder bewusst angucke und überprüfe, ob ich sie schon von weiter weg erkennen kann, als früher. Sehstärke messen “on the road” sozusagen. Auch hier merkt man ziemlich gut, wie sehr die Tagesform und die Lichtverhältnisse sich auswirken.

Die subjektiven Messungen sind für mich oft die motivierendsten. Wenn ich merke, dass ich plötzlich ein Schild lesen kann, das ich vor 2-3 Wochen nicht lesen konnte, ist das ein unglaublich gutes Gefühl.

Vorteile: Immer und überall möglich, motivierend
Nachteile: Nichts handfestes

Sehstärke messen

Habe ich etwas vergessen? Wie überprüfst du deine Sehstärke? Ich freue mich, von dir zu hören.

Quellen / weitere Informationen